Ein Gartenhaus als Bausatz

Wer einen großen Garten am Haus hat oder einen Kleingarten gepachtet hat, steht des Öfteren vor der Frage, ein Gartenhaus anzuschaffen. Entweder muss das alte abgerissen und erneuert werden – oder aber man braucht im Keller mehr Platz für Gartenmöbel und Gartengeräte. Viele Menschen zweckentfremden auch vorübergehend die Garage. Irgendwann sind es einfach zu viele Geräte! Ein kleines Gerätehaus und ein größeres Gartenhaus erscheinen sinnvoll. Darüber hinaus bieten sie dem Garten auch einen Blickpunkt und eignen sich als Erweiterung des häuslichen Lebensbereiches. Die gute Frage ist: Darf man überhaupt ein Gartenhaus bauen – und wenn ja, braucht man dazu eine Genehmigung? Diese Frage beantwortet das Bauamt.

Ein kurzer Blick ins Internet genügt, um festzustellen: Viele Gartenhaus-Modelle gibt es auch als Bausatz. Je nach Größe des Garten- oder Gerätehauses kann ein Hobbyhandwerker sie durchaus alleine oder mit Hilfe eines Freundes zusammenbauen. Für die, die zwei linke Hände oder keine Zeit haben, wartet meistens ein Montageservice. Die am Häufigsten verwendeten Werkzeuge für den Selbstaufbau – beispielsweise ein Akkuschrauber, eine Stichsäge, ein Verlängerungskabel, einen Metall- oder Gummihammer, Schraubzwingen, eine Wasserwaage, einen Zollstock und eine Trittleiter – haben fast alle Hobbyhandwerker zu Hause. Da alle Teile passgenau vorgefertigt sind und die Bauanleitung dabei liegt, sollte das Gartenhaus in absehbarer Zeit stehen. Falls man aber Bedenken hat, kann man sich im Internet bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen vom Aufbau eines Gartenhauses zu Gemüte führen. Als Erstes wird man erkennen, dass der Unterbau bzw. das Fundament entscheidend für die Standfestigkeit des Gartenhauses ist. Es muss ja nicht gleich ein gegossenes Fundament sein! Ganz einfache Gehwegplatten tun es auch! Man legt sie in der Breite und Länge des Hauses in mehreren Bahnen als Streifenfundament aus oder baut ein Punktfundament, indem man jede Platte mit größeren Zwischenräumen – ähnlich einem auseinander gezogenen Schachbrettmuster – auslegt. So ist eine gute Belüftung des Gartenhauses von unten gewährleistet, Fäulnis vom Boden her ist unwahrscheinlich. Dass die Platten mit der Wasserwaage auf lotgerechtes Niveau gebracht werden, sollte klar sein.

Der Bausatz des zukünftigen Gartenhauses wird zunächst auf Vollständigkeit überprüft. Dann legt man die einzelnen Bauteile so aus, wie in der Bauanleitung ersichtlich. Zunächst muss man den Bodenaufbau auf den Fundamentplatten angehen. Der Holzboden wird meist auf einen Holzrahmen genagelt. Dann setzt man, am besten von einer Ecke ausgehend, die Seitenteile an und nagelt sie fest. Türen, Fenster und Dachaufbau sind ebenfalls problemlos. Man muss kein gewiefter Handwerker mit Sonderkenntnissen sein, um ein Bausatz-Gartenhaus zusammen zu montieren.

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